Wer kann mitmachen?

Mitmachen kann jeder, der die Natur auch im Winter erleben möchte, die Abgeschiedenheit, das “auf-sich-gestellt-sein”, und der nicht davor zurückstreckt, mit anzupacken. Ideale Voraussetzungen sind:

  • gute Laune, Gemeinschaftssinn, Verantwortungsbewußtsein und Hilfsbereitschaft,
  • Einfühlungsvermögen in die Leistungsfähigkeit und Charaktere der Hunde,
  • Kondition, wie sie in etwa bei einer Fahrradtour mit Gepäck im Mittelgebirge nötig ist.
  • Vorkenntnisse im Hundeschlittenfahren sind nicht erforderlich. Etwaigen Unsicherheiten beim Schlittenfahren kommen wir mit mit sehr leichten Etappen in den ersten Tagen entgegen. Meist schneller als vermutet ist der Neuling in seinem Element und lacht über die Schwierigkeiten, die er zu Anfang erwartet hat.

Übernachtungen

Vor und nach jeder Huskytour wird auf der Huskyfarm der jeweiligen Guides übernachtet: Entweder auf der Huskyfarm Innset von Björn und Regina oder auf der Huskyfarm von Jan und Ane – je nachdem, wer Ihr Guide ist. Auf den Huskyfarmen stehen dafür ein Gästehaus und/oder eine Hütte/Ferienwohnung zur Verfügung. Alle Gebäude sind neu gebaut bzw. neu renoviert, haben Duschen und voll eingerichtete Küchen.
Bettzeug und Handtücher sind vorhanden.

Auf den Touren wird in einfachen Berghütten, Lavvus – das sind die traditionellen Zelte der Samí – oder Bergzelten übernachtet.

Die Berghütten haben keinen Strom und kein fließendes Wasser. Doch das Wichtigste haben alle: ordentliche Holzöfen, mit denen man schnell die vier Wände warm bekommt.
Für die Wassergewinnung muß oft Schnee geschmolzen werden. Einige Hütten liegen an einem Fluß oder an einem See. Hier kann man an offenen Stellen an Wasser herankommen oder muß mit einem Eisbohrer ein Loch in das Eis bohren um Wasser schöpfen zu können.
Die Hütten warten mit einem sehr unterschiedlichen Niveau auf. Unser Wanderverein DNT bzw. TT (Den norske turistforeningen oder Troms Turlag) hat in Tagesabständen entlang der norwegisch/schwedischen Grenze viele Hütten gebaut. Die benutzen wir besonders gerne im Dividal-Nationalpark. Auf schwedischer Seite können wir an einigen Stellen die sehr einfachen Hütten der Samí benutzen. In der Nähe des Dividal Nationalparks und am See Altevatn/bzw. Leinavatn haben die „Ranger“, also die Naturaufsicht, einige Übernachtungsmöglichkeiten, auf die wir auch öfters zurückgreifen. Sie decken das gesamte Niveauspektrum ab: von höchst komfortabler Hütte mit Sauna bis zur Hütte, die zwar urgemütlich aber sehr eng ist.

Nur 30 Kilometer von der Huskyfarm entfernt haben wir ein Lavvu aufgestellt. Ein Lavvu ist ein kegelförmiges Zelt, wie es viele Urvölker benutzen. Bei den Pfadfindern läuft sie unter dem Namen Kote, bei den Indianern unter Tipi.
Unser Lavvu – wir benutzen die Bezeichnung der Samí – ist modifiziert: anstatt eines offenen Feuers wird unser Lavvu mit einem Holzofen befeuert und die Schlafstellen sind erhöht. Beides sorgt für einen komfortableren Schlaf – da die Wärme erheblich besser ausgenutzt wird. Frieren braucht hier niemand.

Genauso verhält es sich bei Übernachtungen im Zelt – die übrigens nur bei den längeren Schlittentouren anfallen. Da wir Anhänger der komfortablen Übernachtungen sind, isolieren Isomatten und Rentierfelle vor der Bodenkälte. Außerdem werden die Zelte beheizt.

Unterwegs wird immer im Schlafsack übernachtet.

Verpflegung

Wir wollen unseren Gästen nicht nur die Huskies und die Gebirgslandschaft vorstellen, sondern auch die skandinavische Küche – oder besser: die skandinavischen Lebensmittel.
Besser, weil nach wie vor gilt: Spätestens beim Überschreiten des Polarkreises wird kulinarisches No-Go-Area oder verdeutscht ausgedrückt: kulinarisches Katastrophengebiet betreten. Auch wenn sich hier in den letzten Jahrzehnten wirklich viel getan hat!

Doch was hier oben richtig gut, wenn nicht weltklasse ist, sind die Grundnahrungsmittel. Hier ist die Natur noch verhältnismäßig unberührt und somit sind die Lebensmittel sauber. Deswegen benutzen wir gerne auf den Touren Grundnahrungsmittel aus der Gegend: Rentier- und Elchfleisch, Lachs und anderen Fisch.

Die Kartoffeln kommen vom lokalen Markt, wenn nicht aus dem eigenen Garten. Das Brot wird überwiegend selbst gebacken und viele Kräuter selbst gezogen. Und sonst ernten wir auch gerne in der freien Natur: die skandinavische Multebeeren, die Himbeeren und Blaubeeren – und nicht zu vergessen: Pilze!
Lediglich bei den Teigwaren ziehen wir italienische vor.
Auf unseren Schlittentouren bewegen wir uns quasi in einer riesigen Tiefkühltruhe. Diesen Umstand machen wir uns gerne zunutze indem wir ganz unproblematisch auch leicht verderbliche Lebensmittel auf die Touren mitnehmen können. Denn: nichts wird hier schlecht!
Auch kochen wir einen Teil der Verpflegung bereits zu Hause vor und tauen sie dann unterwegs bei Bedarf einfach auf. Das ermöglicht eine recht gute Vielfalt der Verpflegung.

Huskytour-Übersicht

Eigenes Gespann